Titel


Maskotchen

Image and video hosting by TinyPic So das ist mein Maskotchen! Er heißt Blue und bewacht meine Seite!


Credits

Designer/Host





Letzte Woche war ich in der Stadt unterwegs und ging in ein Café. Schon als ich es betrat, fiel mir an einem Tisch ein junger Mann auf, der etwa so alt war wie ich, der aber schneeweißes Haar hatte. Da alle Tische besetzt waren fragte ich ihn, ob ich mich zu ihm setzen dürfe. Er hatte nichts dagegen und so bestellte ich mir einen Kaffee.
 
Immer wieder schaute ich zu ihm hinüber und als er fragend zurückschaute, deutete ich auf seine Haare und wollte wissen, warum sie so weiß sind. Er blickte mich lange, prüfend an und begann schließlich zu erzählen:

Als Kind lebte ich in einem kleinen Ort, weit entfernt von der Stadt. Mit vier Freunden gründete ich eine Bande und von diesem Tag an waren wir unzertrennlich.
 
Irgendwann zog ein Junge mit seiner Mutter in unser Dorf. Nach ein paar Wochen sprach er uns in der Schule an und fragte, ob er in unsere Bande aufgenommen werden könnte. Ich beratschlagte mich mit meinen Freunden und wir beschlossen, dass er eine Mutprobe ablegen müsse.
 
In unserem Ort gab es ein altes, verfallenes Haus, das schon seit Jahren nicht mehr bewohnt war. Wir nannten es das Spukhaus, weil es so unheimlich und geheimnisvoll aussah. Wir verabredeten, dass der Neue sich beim nächsten Neumond zur Geisterstunde mit einer Kerze in das Haus schleichen und die Kerze in das oberste Fenster stellen sollte.

Der Junge erklärte sich dazu bereit und so trafen wir uns ein paar Nächte später alle vor dem Spukhaus. Der Junge zündete seine Kerze an und betrat, gerade als die Kirchturmuhr zwölf Uhr schlug, das Haus. Dann war es dunkel und wir warteten gespannt vor dem Haus.
 
Es dauerte eine ganze Weile, bis wir am obersten Fenster einen schwachen Lichtschein ausmachen konnten. Im flackernden Licht der Kerze erkannten wir das bleiche und angsterfüllte Gesicht des Jungen. Dann wurde es wieder dunkel.

Plötzlich schlugen Flammen aus einem Fenster und erfassten in Windeseile das ganze Haus. Wir bekamen schreckliche Angst und rannten hastig nach Hause. Am nächsten Tag, nachdem wir alle kaum geschlafen hatten, erfuhren wir, dass das alte Haus komplett abgebrannt war und in den Trümmern fand man die Leiche des Jungen.
 
Meine Freunde weigerten sich, zur Beerdigung des Jungen zu gehen, aber ich fühlte mich furchtbar schuldig und fand es sei meine Pflicht, ihm die letzte Ehre zu erweisen. Nur wenige Menschen standen an seinem Grab und ich dachte die ganze Zeit über daran, dass er bloß Freunde hatte finden wollen.

Als die Zeremonie vorbei war, drehte sich die Mutter des Jungen zu mir um, sah mir tief in die Augen und sagte leise: "Du bist Schuld am Tod meines Jungen! An Deinem 25. Geburtstag sollst Du weißes Haar bekommen und wahnsinnig werden!"

Der weißhaarige Mann blickte mich nun wieder direkt an und als wolle er mich um Vergebung bitten, sprach er mit leiser Stimme: „Heute ist mein 25. Geburtstag…“
Dann ertönte nur noch ein Schrei!

Gratis bloggen bei
myblog.de